Die Fleet Foxes waren eine der interessantesten Entdeckungen des Jahres 2008. Obwohl die New-Folk-Welle, die die Band ans hiesige Ufer geschwemmt hat, wieder abgeebbt ist, konnten sich die fünf aus dem waldigen Hinterland von Seattle langfristig in der Musikszene behaupten – vermutlich weil sie mehr machen als Durchschnittsfolk. Die Bärtigen in ihren Holzfällerhemden nutzen unterschiedliche Inspirationsquellen und erlauben sich wesentlich mehr musikalische Kühnheit als die meisten ihrer Kollegen. Seine subtile Kenntnis des Genres demonstriert der Leadsänger mit einer gelungenen Coverversion von „Katie Cruel“, die durchaus neben der kraftvollen Interpretation der vergessenen Folk-Größe Karen Dalton bestehen kann. Das musikalisch komplexe zweite Album und auch die leidenschaftlichen Shows zeigen einmal mehr, was die eher wie harmlose Pfadfinderjungs wirkenden Musiker auf dem Kasten haben.
Foto: © p_a_h
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