Die Idee, die besten Instrumentalisten Europas in einem Orchester zu vereinen, führte zur Gründung des Europäischen Kammerorchesters. Die Musiker der regelmäßig wechselnden Besetzung sind von unermüdlichem Schaffensdrang und einem besonderen Gemeinschaftsgefühl erfüllt. So ähnelt die Formation eher einem Kammerensemble als einem großen Sinfonieorchester. Mit ihnen musizierten bereits französische Künstler wie der Oboist François Leleux und der Klarinettist Romain Guyot.
In dieser Saison spielt die Formation in der Pariser Salle Pleyel unter der Leitung von Bernard Haitink zwei Beethoven-Konzerte. Der Bonner Meister ist dem Orchester nicht fremd: Ihre unter Nikolaus Harnoncourt eingespielte Fassung der neun Sinfonien gilt als Meilenstein in der Beethoven-Interpretation. Die in reduzierter Besetzung gespielte Version stand im Zeichen einer Rückkehr in die Entstehungszeit der Werke und setzte neben modernen Instrumenten auch Naturtrompeten und Pauken mit Tierfellbespannung ein. Auch wenn Bernard Haitink nicht in dieser barocken Tradition steht, so ist ihm diese stilistische Option nicht fremd. Man darf gespannt sein auf die Begegnung zwischen dem Altmeister mit der minimalen Gestik und den dynamischen Jungmusikern des Europäischen Kammerorchesters!
Auf dem Programm:
Ludwig van Beethoven
Ouvertüre des Fidelio
8. Sinfonie
Pause
Ludwig van Beethoven
5. Sinfonie
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