Der 1939 gegründete, jährlich stattfindende „Concours de Genève“ gehört zu den ältesten und angesehensten internationalen Musikwettbewerben und steht jenen in München, Brüssel und Prag in nichts nach. 2010 gewann die Japanerin Mami Hagiwara den ersten Preis für ihre Darbietung am Klavier. Dieses Jahr ist der Gesang an der Reihe.
Der Gesang hat in Genf als Disziplin historischen Status. Zahlreiche bedeutende Sänger und Sängerinnen der Nachkriegszeit haben den Wettbewerb gewonnen. Sowohl für Maria Stader und José Van Dam als auch für Victoria De Los Angeles, Teresa Stich-Randall, Michèle Crider und Annette Dasch war Genf eine der wichtigsten Stationen ihrer Gesangslaufbahn.
Die diesjährige Auswahl der 30 Teilnehmer des Gesangswettbewerbes beruhte auf je einer Aufnahme mit drei Stücken: einer Arie aus dem 17. oder 18. Jahrhundert, einer Opernarie aus dem 19. oder 20. Jahrhundert und einer Melodie oder einem Kunstlied, die frei ausgewählt werden konnten. Den sechs Finalisten wurden sowohl freie als auch vorgegebene Aufgaben gestellt, darunter auch die Interpretation eines Werkes von Francesco Hoch, das der „Concours de Genève“ für das Halbfinale dieser Ausgabe in Auftrag gab.
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