Lange Zeit waren sie nur bei den unabhängigen CD-Händlern zu finden. Fránçois & The Atlas Mountains betraten 2009 mit „Plaine inondable“, ihrem dritten, diskreten aber bemerkenswerten Album, sozusagen auf Zehenspitzen die Musikszene. 2011 pushte sie der Kritiker- und Publikumserfolg ihres beim angesehenen Label Domino erschienenen Albums ganz nach vorn.
Der aus Sainte stammende Fránçois, mit Nachnamen Marry, hat sich eine Zeit lang in Bristol aufgehalten, bevor er ins heimatliche Departement Charentes mit seinem Ozean, seinen Flüssen und sanften Landschaften zurückkehrte. All das ist in sein Album „E Volo Love“ eingeflossen, das keineswegs unbeachtet geblieben ist. Fránçois singt einen schüchternen, etwas altmodischen Pop mit der Stimme einer kränklichen Alten. Auch wenn die Gitarre von Album zu Album mehr Platz einnimmt, gehört Fránçois mit seinem geheimnisvollen Akzent auf dem „a“ eindeutig zur Pop-Familie, deren Grenzen offen und durchlässig sind. Ein vielseitiger Franzose, dieser Fránçois.
Foto © DavidBowie86
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