Ein deutsches Requiem schrieb Johannes Brahms als Reaktion auf den Tod seiner Mutter. Er wählte dafür Texte aus der Luther-Bibel, ging aber in vielfacher Hinsicht über die christliche Gattungstradition hinaus, um ein Requiem zu komponieren, dessen Mittelpunkt der Mensch sein sollte.
Das komplexe und vielfältige Choralwerk ist eine Reise durch die Gefühlswelt des trauernden Menschen: Im ersten Satz scheint das Orchester aus den Tiefen eines Abgrunds hervorzutauchen, um im zweiten Satz mit dem Chor zum Trauermarsch zu schreiten und zum Schluss die leuchtenden Bilder des Jenseits in den Raum zu malen.
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