Die härteste Versuchung seit der Erfindung des Klaviertrios trifft auf die hr-Bigband und ihren Artist-in-Residence, Jim McNeely.
»Wenn die Coen-Brüder ein Jazztrio zusammenstellen würden, wäre es wahrscheinlich wie dieses: komisch und dramatisch zugleich«, schrieb der Guardian und der Rolling Stone ergänzt: »It’s about as badass as highbrow gets«. Seit sich die drei Jugendfreunde aus dem Mittleren Westen der USA im Jahr 2000 in New York wieder über den Weg liefen, staunt die Welt darüber, wie sie die brachiale Energie des Rock mit der Raffinesse des Jazz kombinieren. Plötzlich war klar, dass die Geschichte des Pianotrios im Jazz keineswegs mit Keith Jarrett, Brad Mehldau oder EST zu Ende erzählt ist. Originelle Interpretationen populärer Songs von Abbas »Knowing Me, Knowing You« bis zu Nirvanas »Smells Like Teen Spirit« sind neben Eigenkompositionen ein wichtiger Baustein im Repertoire der Band. Jim McNeely baut aus all dem einen orchestralen Rahmen, den die drei bösen Jungs dann sprengen können.
Foto: © Michael Dvorak
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